Ich schließe mich dem Sturm nicht an!

Nachdem ich in meiner FaceBook TimeLine in den letzten Tagen vermehrt lesen konnte, dass man die derzeitige Kanzlerin am kommenden Sonntag, dem Tag der Bundestagswahl, abwählen soll…

Da mir die Alternative einer schwarz-gelben Bundesregierung, nämlich rot-grün (eventuell sogar unter Tolerierung der Linken) ja überhaupt nicht zusagt, denn:

  • ich habe das Chaos des Einwegspfandes nicht vergessen!
  • ich habe nicht das Chaos und Drama der Lkw-Maut vergessen!
  • ich habe nicht die Ökosteuer vergessen!
  • ich habe den Ausstieg aus der Kernkraft und die Einführung der EEG-Umlage nicht vergessen!
  • und

  • ich habe die Hartz-Reformen nicht vergessen

Nein, 7 Jahre rot-grün haben meiner Meinung nach diesem Land mehr geschadet, als es ihm zugute kam!

Ich werde meinem Bürgermeister meine Stimme geben! Und, nein zu den Kommunalwahlen hat er nicht einmal meine Stimme bekommen!

Teenagerparty 2013

Wir waren früher anders…

Am Wochenende haben wir in unserem Partyraum einen 16. Geburtstag gefeiert. Das Mädel plant diesen Geburtstag seit etwa einem halben Jahr, u.a. auch weil sie demnächst für eine Weile ins Ausland fliegt. Die Absprachen haben uns stellenweise etwas überrascht. Klar war, dass von uns auf jeden Fall mindestens zwei dabei sein werden, eher im Hintergrund schlicht um sicherzustellen, dass nichts aus dem Ruder läuft. Wir hätten auch Thekendienst oder den DJ Part übernommen. Das aber wollte Ann-Christin (k.A. ob der Name so richtig geschrieben ist) nicht.

Sie braucht keinen Thekendienst, stattdessen stellen sie (Ann-Christin, ihre Mutter, ihr Stiefvater, ihr Vater und dessen Lebenspartnerin die auch alle bei der Party anwesend sein werden) 10 Kisten Bier und Biermischgetränke einfach in den Raum und die 35 geplanten Partygäste bedienen sich dann einfach. Harten Alkohol gibts nicht (na, abwarten hab ich mir gedacht, zurecht). Das Thema Musik haben wir ebenso knapp abgehandelt – einen Klinkenstecker hätte sie gerne, um die Smartphones der Partygäste daran anzuschließen. Sie machen das immer so auf Partys, haben ne kleine Anlage wo sie ihr Smartphone anschließen können. Gut, klein ist die Anlage diesmal nicht 😉

Uns war das zwar suspekt, aber gut – ist ihre Party. Unsere Forderungen sind auch unmissverständlich; kein Komasaufen, keine Drogen. Und ich will kein Blaulicht aufm Hof. All das haben wir mit Melanie, ihrer Mutter und Thomas, ihrem Stiefvater besprochen. Ann-Christin selbst stand wie ein braves Kind neben Mami und hat lieb ab und zu ergänzt, was sie nicht will – Deko. Ihre Gäste seien alles Spielkinder, ich solle mir ne Gruppe Dreijähriger vorstellen, denen gibt man schließlich auch keine Teelichter oder Tischdeko, Bierdeckel, Servietten, etc.

Der Abend kam und aus dem schüchternen Kind an Mamas Rockzipfel ist eine gut gekleidete, aufgebretzelte junge Frau geworden. Gut, auf die Taubstummenhose hätte sie verzichten sollen. Hat mich überrascht. Und doch – wie schon bei nem 18. Geburtstag vor einigen Monaten – kamen eher väterlich, beschützende Gefühle weniger, eher gar keine erotischen Gedanken auf. Man ist von Männerphantasien weiter entfernt, als man das selbst glauben kann. Der Abend verlief erstaunlich ruhig. Von uns waren vier anwesend, wir haben uns in unseren Kinoraum verzogen und drei DVDs laufen lassen, dazu Pizza und Colamixgetränke. War auch nett. Die letzten beiden Stunden waren wir dann nur noch zu zweit. Immer mal wieder sind wir durch den Partyraum, haben Präsenz gezeigt, sind raus zum rauchen oder sonstwie kurz zugegen gewesen. So, dass sich die Jugendlichen frei und nicht kontrolliert fühlen, aber schon so, dass sie wissen, dass jemand da ist.

Aus den geplanten 35 Gästen sind auch ganz schnell über 50 geworden. Wie viele genau, bleibt unklar. Einer, den niemand kannte hat am Tresen gefeiert, hatte seine eigenen Getränke dabei, war ein stressfreier Gast, nett wars. Es wurde getanzt, klassisch getanzt, modern getanzt. Ich habe selten eine Gruppe so in Bewegung erlebt, mit so viel Spaß am Feiern. Die Variante mit ‚jeder kann mal sein Smartphone anstöpseln‘ klappte überraschend gut – das mit dem Anstöpseln ist uns an dem Abend dann auch noch öfters aufgefallen 😉

Der einzige – in Anführungszeichen ‚Zwischenfall‘ war, als Ann-Christin im Tränen ausbrach weil irgendein anderes Mädchen zu ihrer Party uneingeladen kommen wollte um Stunk zu machen, eine, die angeblich an der Schule was weiss alles macht. Dieses Mädchen tauchte auch auf, Melanie sprach ein paar deutliche Worte mit ihr und zwei von Ann-Christins Freunden brachten die 13jährige dann auch direkt nach Hause – es war 23 Uhr irgendwas.

Zu dem Zeitpunkt hatten wir auch schon das Auto entdeckt, welches mit kompletter Bettaustattung offenbar rege benutzt wurde. Ein anderes Pärchen musste ich davon abhalten, in den Pferdestall einzudringen. In der Tat suchten sich die Pärchen überall ihre Plätzchen. Das mitzubekommen war schon irgendwie seltsam. Glücklicherweise sind wir nirgends ungelegen erschienen – puh. Bis auf Melanie, die Mutter des Geburtstagskindes erzählte mir, dass sie dringend zur Toilette musste. Das war etwa gegen 1:00 Uhr. Da zu dem Zeitpunkt als die Jungentoilette gesperrt war – jemand hatte sein Erbrechen nicht ganz bis in die Schüssel geschafft – teilten sich die Partygäste das Mädchenklo. Als Melanie eintrat kniete die kleine Freundin von Ann-Christin vor dem kleinen Bruder eines anderen Partygastes. Die beiden waren ziemlich beschäftigt, sie mit dem Mund, er eher nicht mit dem Mund 😉 und Melanie ist sofort wieder raus und hat die Tür geschlossen – die zwei hatten nichtmal abgesperrt. Ich hab gefragt, was sie denn gemacht habe, nu, sie musste zur Toilette und hat gewartet. Die beiden kamen nach drei/vier Minuten auch raus und auf die Frage ob alles klar bei ihnen sei kam von dem Mädel ein bestätigendes hMmm-hMmm bei geschlossenem Mund und rotem Kopf 😉

Wie gesagt, die Truppe konnte feiern, haben irre viel getanzt, hatten Spitzenstimmung und zwischenmenschlich auch so einige Momente, Thema Anstöpseln 😀 . Erklärt vielleicht, warum die alle so tiefenentspannt waren.

Gegen 3:00 Uhr löste sich das allmählich auf, bis auf zwei hatten die meisten ihren Heimweg auch gut organisiert. Wie die letzten Beiden nun nach Hause gekommen sind (die eine wollte nicht nach Hause wegen Stress mit der Mutter, der Typ wusste so garnicht wohin) war nicht so richtig unser Problem, darum haben sich auch die Erwachsenen der Partygesellschaft gekümmert. Um 3:30 Uhr hab ich den Raum abgeschlossen und mich auf den Heimweg gemacht.

Am nächsten Tag war ab 14:30 Uhr aufräumen angesagt – für mich nur als Beobachter, das erledigten Vater und Stiefvater samt Ann-Christin, die im Übrigen wieder schüchtern und brav war.

nur nicht zu Fuss

Ich steh seit geraumer Zeit auf dem Parkplatz einer Grundschule mit angeschlossenem Sportplatz und einer Turnhalle. Und ich beobachte, wie Eltern, vornehmlich Mütter ihre Kinder mit dem PKW zum Sport bringen und auch wieder abholen. Bei den Lüdden kann ich’s grad noch verstehen, bei den geschätzt 10 und 12jährigen nicht.

Was hätten meine Eltern mit mir angestellt, wäre ich als Kind auch nur mutig genug gewesen und hätte gefragt, ob man mich mit dem Auto fährt…

Wenn ich das Verhalten der heutigen Eltern so sehe, frage ich mich ernsthaft, ob Kraftstoff doch noch zu günstig ist.

Ja, auch ich habe meinen Sohn mit dem Auto hierher gefahren. Mit unter sechs Jahren mute ich ihm die 5km je Richtung an einer Landstraße alleine noch nicht zu. Zumal er der einzige von außerhalb ist. Aber sobald er das schafft, wird er mit dem Fahrrad fahren, so wie ich als Kind auch.

Gesprächsfetzen #15

Irgendwann letzte Woche, ein Telephonat zwischem meinem Disponenten (D) und meiner Einer (mE):

D: Dann fahr mal nach …., unterwegs findest bestimmt einen Platz für die Pause…

mE: Morgen laden ab wann?!

D: Wie jetzt?

mE: Na soll ich die Pause kürzen oder nicht?

D: Das hatten wir jetzt schon wie oft, das Thema? Gekürzt wird nicht! Und denk an die 12 Stunden!

:mrgreen: