Faszinierend

Ich bin erstaunt!

Wenn ich mir vieles gedacht hätte, aber das niemals!

Man sagt Menschen einfach mal ein ‚Danke‘, warum und wieso auch immer, und sie tun so, als wenn es dafür keinen Grund gäbe.

Ist die Gesellschaft schon so verschroben, dass man solche Gesten nicht mehr zu schätzen weiß, oder ist es etwa, dass sich meine Vorstellungen, Ansichten und Werte so gravierend festgefahren haben, dass sie inzwischen soweit von der ‚Norm‘ abweichen ?

Diese Frage kann ich nicht beantworten.

Sagen kann ich nur, dass wenn ich Danke sage, das sage, weil ich es ehrlich meine.

Danke ist mehr als nur eine Worthülse!

Rainer Z.

Vorhin habe ich erfahren, dass Rainer, einer meiner Arbeitskollegen, verstorben ist.

Die Umstände werden wohl die Autopsie erst genau klären….

Rainer!

Du warst am 11304.08 der erste Kollege den ich kennen lernen durfte.

Damals beim Aufsatteln des 101, als Du Dir den 707 schnappen wolltest.

Du hast mir, als ich sagte, daß ich bislang noch nie auf-, um- und abgesattelt habe gesagt:

Hier beim Viegener lernst Du es!

Auch habe ich und werde ich nicht die Gespräche, die wir beiden in den letzten 14 Monaten geführt haben, vergessen!

Was auch immer kommen mag, Du warst ein Arbeits- und Berufskollege den ich geachtet und respektiert habe.

Mein Mitgefühl an Deine Ehefrau und Deine Kinder, sei Dir gewiß!

Schon als ich am letzten Freitag offiziell meinen Abschied von der Firma nahm, wußte ich, dass Du mir als Arbeitskollege fehlen würdest, jetzt umso mehr!

Am Stillen Ozean

So der Titel des 11. Bandes von Karl Mays Gesammelten Werken.

Früher sagte man auch anstelle von Gesammelten Werken Gesamtausgabe, aber das ist jetzt eher unwichtig.

Gerade eben bin ich aus dem Schlaf aufgewacht und zielstrebig auf eben diesen Band zugegangen….

Am Stillen Ozean hatte ich mir 1989 von meiner Patentante als Konfirmationsgeschenk gewünscht und sie hatte eine Widmung hineingeschrieben.

Warum ich aus dem Schlaf aufwache und genau diese Widmung, die ich schon jahrelang nicht mehr gelesen habe, lesen wollte….

Ich weiß es nicht wirklich.

2 Personen, Leben, Wege und doch ein gemeinsamer Faktor

Vor einigen Monaten, fragte ich, so als „Land-Feld-Bahn und Rampengespräch“, ob sein Chef derzeit Fahrer suche. Ohne irgendwelche Hintergedanken zu haben!

Prompt bekam ich die private HandyNummer von seinem Chef und ich solle mich mal melden. Habe ich natürlich nicht getan, denn einen Wechsel des Arbeitgebers hatte ich ja bislang nicht in Betracht gezogen.

Die Wochen gingen ins Land und auf einmal hörte ich nur „Mein Chef fragte mich, warum Du Dich noch nicht gemeldet hast! Ich gab ihm mal Deine Handynummer!“

Zwischenzeitlich wurde mir immer wieder von Freunden angeraten doch über einen Arbeitgeberwechsel nachzudenken, da ich mich in der jetzigen Situation nur zerreiben würde.

Parallel dazu zeichnete sich bei einer Freundin ebenfalls ab, dass sich ihr Arbeitsleben gravierend ändern würde, entgegen der vorherigen Absprachen.

Und sosehr ich sie auch, nicht zuletzt wegen Ihres Gesundheitszustandes, davon zu überzeugen versuchte, sich mit ihrer Firma zu einigen, um so mehr versuchte Sie mich von einem Wechsel des Arbeitgebers zu überzeugen. Ein Arbeitgeber, wo sie selber mal gesagt hatte “Beste Firma hier vor Ort, da kannst anfangen!”. Und ja Dani, das steht auf dem Stein, der Deinen Namen trägt 😛 .

Wir beide haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Auf dem Weg zur endgültigen Findung, halfen uns beiden Michael M. und Philipp S. .

Mir wurde schlußendlich die Entscheidung sogar von meiner Firma abgenommen, denn wer als Chef nicht hinter seinen Fahrern steht, diese unter Aushilfen stellt, der muß auf mich als Fahrer verzichten!

Letzte Woche, haben wir dann beide unsere Kündigung unseren jeweiligen Arbeitgebern zukommen lassen, parallel zu meinem Einschreiben war ich so freundlich, sie vorab vom Hauptkunden in mein Büro faxen zu lassen.

Reaktion von dort, quasi gleich null, entweder nahm sie nicht ernst oder es war egal. Keine Ahnung und ehrlich gesagt ist mir das auch herzlich egal, denn das Kapitel habe ich an Fronleichnam abgeschlossen.

Die Reaktion meiner Arbeitskollegen und auch der Kunden wiederum war ganz eindeutig! Noch dazu, weil ich aus den Gründen kein Geheimnis machte.

Letzten Freitag übergab ich den Lkw, nahm offiziell meinen Abschied von Attendorn, dem West-Kunden und meinem Büro.

Von den meisten meiner Arbeits-Kollegen habe ich mich gestern mittels Telephonaten und WhattsApp verabschiedet.

War eine Super-Zeit mit Euch! Haltet mir die Räder auf der Straße und laßt Euch nicht unterkriegen!

Und wenn ich eines aus alledem gelernt habe, nichts gegen Dich Sven 🙂 , aber die Vernetzung von Freunden unter den Fahrern, sie ist durch nichts aber auch rein gar nichts zu ersetzen!

Letzte Fahrt

Persönliches Logbuch 11405.30

Dies ist die letzte Fahrt des KV 6000 unter meinem Kommando. Dieser Lkw und seine Geschichte werden bald in die Obhut eines anderen Fahrers übergeben.

Ihm und seinen Nachfolgern vertraue ich seine Zukunft an.

Scotty – D

Scotty – D ist blau, hat einen festen Auflieger und wird einen Kreis schließen, der sich 1979/1980 öffnete.

Habe gerade eben die eMail erhalten, dass ich meine neue Arbeitsstelle am 11407.01 antreten kann.

Damit hat sich das Thema Attendorn dann auch endgültig geschlossen.

Buchstaben im Alphabet

Kürzlich habe ich bei Tree-Hill einen Dialog aus Star Trek – Der erste Kontakt gepostet.

Jetzt möchte ich diesen etwas abändern und wieder einmal auf mich ummünzen:

Das war also Scotty – C.

Ob es einen neuen Scotty geben wird?

Es gibt noch viele Buchstaben im Alphabet!