na dann wollen wir mal…. UPDATE

… starten um nach höxter ins krankenhaus zu kommen…

hoffentlich ist das wirklich nur alles reine routine, nicht ernst und morgen mit besserung überstanden…..

UpDate: 20.30 Uhr

Nächste Woche Montag geht es dann weiter…. Heute wurde außer der dritten Vor-AbUntersuchung nichts weiter gemacht…..

Privatinsolvenz

Entweder es kommt mir nur so vor, oder aber es ist wirklich so, dass ich in letzter Zeit vermehrt von Personen höre (reicht vom Bekannten-, Arbeits- bis zum Familienkreis) die eine Privatinsolvenz anmelden.

Ich will nicht bestreiten, dass jeder unverschuldet in eine Situation kommen kann, wo sich dieser Schritt nicht vermeiden lässt.

Wer sich aber verschuldet, bloß weil er dem letzten Trend hinterher rennt, kein geregeltes Einkommen hat und noch einmal schnell nach Malle zum Feten fliegt… Da hört mein Verständnis auf!

Bei dieser Gruppe war der alte Fingerzeig bedeutend besser!

Dienstleistungen

Ich hatte heute früh das Glück, Freitag früh das Pech eines Steinschlages gehabt zu haben und daher heute von Carglass mit dem Taxi ins Büro zu fahren. Glück insofern, als dass Carglass mir die Fahrt finanziert 😉 ein klasse Service anbei bemerkt.

Ich habe den Fahrer freundlich begrüsst, bin eingestiegen und habe mein Fahrtziel genannt – so wie ich das für richtig erachte. Er begrüste mich ebenfalls und startete mit freundlichem aber neutralem Gesichtsausdruck die Fahrt. Kein Wort weiter zu mir. Dann habe ich bemerkt, dass ich immer wieder über die Art fasziniert bin, wie Taxen besondere Situationen im Strassenverkehr meistern – offenbar die Einladung zu einem Dialog 😉

Ich hatte dann während der Fahrt ein interessantes Gespräch mit dem Fahrer. Er beklagte sich in keiner Weise über seine Kundschaft, eröffnete mir aber einen Blick in seine Erfahrungen. Berichtete von Patientenfahrten am Tag und von Partygästen am Abend. Der Grossteil seiner Kundschaft scheinen aber Geschäftsleute zu sein. Geschäftsleute, die wohl teilweise nichtmal Guten Morgen sagen, nur ein Fahrtziel wie ‚äh Flughafen‘ murmeln und dann ihr Telefonat fortsetzen, im allgemeinen auch Menschen die aufs übelste über Kollegen lästern, die fast pervers detailreich über ihr Liebesleben plaudern oder ganze Beziehungsdramen abhandeln.

Was ist ein Taxifahrer in meinen Augen: Das ist recht simpel. Er ist derjenige, der mir eine Dienstleistung erbringt. Insofern ist er meinem Fernseher oder meinem Smartphone nicht unähnlich. Mit meinem Fernseher rede ich auch nicht oder erzähl ihm was. Ich nehm ihn auch nicht war wenn ich mich im Zimmer mit Menschen unterhalte oder telefoniere. Von ihm unterscheidet sich der Fahrer indem er zu allererst mal ein Mensch ist, eine Persönlichkeit hat, er individuelle Entscheidungen trifft – das macht mein Fernseher hoffentlich nicht. Warum sollte ich einen Taxifahrer also wie Luft behandeln? Das eröffnet sich mir nicht. Zumindest freundliches Begrüssen gehört zum Mindesten an Anstand, eine Verabschiedung mit Bedanken selbstredend (sofern die Fahrt angenehm und bedankenswert war 😆 ).

Wie gesagt, er hat sich nicht beklagt, nur etwas drüber gesprochen, wie seine Fahrten so sind. Was mich heute den ganzen Tag beschäftigt: Leben wir inzwischen in einer Gesellschaft in der eine Dienstleistung nur mehr als Ware behandelt wird und der Dienstleister selbst keine Beachtung mehr geniesst? Wenn dem so wäre, ist dann Dienstleister zu sein überhaupt eine dankbare Aufgabe die jemand gern macht?

Ich persönlich bin froh, dass sich jemand bereit erklärt hat, mich mit einem PKW durch die Strassen der Hansestadt zu bringen. Dass er dafür auch Geld bekommt ist erstmal unerheblich. Ich brauchte nicht nach nem Bus Ausschau halten und war sehr schnell und direkt dort, wo ich gern hin wollte. Wie das wohl generell im Dienstleistungssektor so ausschaut… ?

Filmdialog – Zitat #2

Major Böckl: Herr Bürgermeister, Wo ist ein Loch?
Bürgermeister von Ischl: Wozu brauchen Sie ein Loch?
Major Böckl: In das ich versinken kann!

Dialog Zitat aus Sissi, 1955

Irgendwie muß ich seit letzten Sonntag ständig an genau diese eine Szene denken….

Feuer-Wasser-Luft

Manchmal bohren sich Erinnerungen in mein Denken und unweigerlich auch die Erkenntnis, welchen Zweck das Erlebte hatte.

Ein Beispiel ist der sogenannte: Feuer-Wasser-Luftalarm oder kurz nur Feuer-Wasser-Luft. Ein Spiel aus dem Turnunterricht meiner Grundschulzeit. Meine Erinnerung ist recht blass, ich weiss noch, dass man im Raum wild durcheinander umherlief, das irgendwann der Lehrer rief: ‚Luftalarm‘ und dass wir dann in die Hocke gehen mussten. Bei Wasseralarm gings am Seil oder an der Sprossenwand, die wohl in jeder Schulsporthalle zu finden ist rauf. Was wir bei Feuer machen sollten, da verblassen meine Erinnerungen, kriechen wäre logisch, keine Ahnung, ist dann doch zu lange her.

In Abwandlungen kenne ich Feuer-Wasser-Fliegeralarm was sicher wie die bei uns gespielte Variante auch aus der Zeit des kalten Krieges stammt. Kennen könnten das viele Leute, die ähnlich wie ich ihre Grundschulzeit in den frühen 80ern verbracht haben. Feuer-Wasser-Sturm bzw. Feuer-Wasser-Blitz sind Namen, woran sich meine Frau, die ihre Grundschulzeit etwas später verbrachte erinnert.

Worauf diese Reaktionschulung zielt ist mir heute auch klar. Zum einen natürlich auf die Reaktion an sich. Dafür tuts aber auch die Reise nach Jerusalem. Hier aber sind wir aus meiner Sicht ganz klar bei der Vorbereitung auf Gefahren aus der Umwelt und vorbereitend die entsprechende Reaktion darauf. Ich werd mich mal mit einer frisch gebackenenen Grundschullehrerin unterhalten, hab ja glücklicherweise eine im Freundeskreis, um mich selbst zu schlauen wie genau der pädagoische Ansatz ist und was sie in dieser Gegend hier heute spielen.

Seit ‚der Russe‘ unser Freund ist und nicht mehr böse hinter ner Mauer bzw. dem eisernen Vorhang lauert ist die Gefahr von Fliegerbomben hoffentlich soweit gesunken, dass Kinder nicht mehr spielerisch Angst vorm Feind eingeflöst wird. Denn wenn es auch ein Spiel war welches uns Spass gemacht hat – ich denk wegen des wilden Umherlaufens – so erinnere ich mich auch daran, dass ich abends im Bett manches Mal ängstlich über Luftangriffe nachgedacht hab – fast 40 Jahre nach Kriegsende…