Ja, da ist was dran!

Keep Your Friends Close And Your Enemies Closer.

Kathryn Merteuil
(Sarah Michelle Gellar)
Cruel Intentions

„Because while I do not know who the enemy is any longer, I do know who my friends are, and that I have not done as well by them as I should. I hope to change that. I hope to do better.“
Londo Molari aka Peter Jurasik
No Surrender, No Retreat

„Der verlorene Sohn ist Heim gekehrt!“

Und auch wenn meine 3. 15er Schichtzeit heute dafür geopfert wurde, nur um mein Dortmund zu erreichen, und ich dadurch Gefahr laufe an meinem Geburtstag draußen zu stehen, es war es wert!

In Dortmund in der Zielstraße angekommen, vor meinem alten Kunden abgeparkt, ging ich auch gleich hinein um einfach nur Hallo zu sagen.

Als ich die Lagerhalle betrat, sah ich den geschäftsführenden Inhaber im Lager stehen, Herr H., und ging auf ihn zu.

Nachdem er mich sah, kam er ebenfalls auf mich zu und sagte

„Der verlorene Sohn ist Heim gekehrt!“

Am liebsten hätte ich ihn dem Moment umarmt, ihn die Einzige Person auf der Welt, der ich jederzeit bestätigen würde, dass Göttingen von Kassel aus auf direktem Weg nach Dortmund liegt.

Ganz gleich, wo ich auch immer auf meinen Fahrten egal wie oft hinkommen werde, nirgends, bei ganz gleich welcher Stelle auch immer, werde ich mich so willkommen fühlen, wie hier in Dortmund.

Hier bin ich bei Freunden!

Wir machten alle, ob Geschäftsführer, Lagerist, Monteur oder Leiharbeiter einfach da weiter, wo wir vor 1,5 Jahren aufgehört haben.

Und erst heute und jetzt in diesem Moment, ist mir klar und wirklich bewußt geworden, was ich Anfang April letzten Jahres aufgegeben habe!

Tja, bin ich selber Schuld

Das Sauerland,

Ort meiner Kindheit….

    Hallenberg, Liesen und vor allem Medebach (ironischerweise ein Ort, an dem ich nie gelebt habe), die Orte in denen ich meine Kindheit verbracht habe und immer nur, naja bis auf ein oder zwei Ausnahmen, positive Erinnerungen hatte….

Ort des Nachdenkens….

    Wann immer ich alleine sein wollte, meistens um mir über das Eine oder Andere was mir im Kopf rumgeisterte, Klarheit zu verschaffen, fuhr ich ins Sauerland.
    Dort, in der Abgeschiedenheit der Wälder und Berge, weit weg von den Sorgen und Problemen in Beverungen, konnte ich meine Gedanken ordnen, mir über vieles Klarheit verschaffen. Dort hatte ich den nötigen Abstand zu Allem und Jedem!

Ort der Guten Vergangenheit….

Ort des Nachdenkens….

Ort der Einsamkeit….

Ort der Arbeit 1!….

    Genauer gesagt Attendorn, es war eine schöne Zeit, trotz aller Widrigkeiten zum Schluß!
    In einer Zeit, als mir das Wasser bis zum Hals stand, kam die Hilfe aus der Vergangenheit (Bundeswehr) und aus dem Sauerland! Dafür Stefan und Gerd, vielen Dank!

Ort des Nachdenkens….

    Und trotz meiner Arbeit in Attendorn, konnte ich immer noch in mein Sauerland fahren um Abstand und Klarheit zu gewinnen!

Ort der Arbeit 2….

    Mit meinem Wechsel des Arbeitgebers zum 11407.01 erhoffte ich mir langfristig eine vollständige Rückkehr ins Sauerland, nach Hallenberg, Liesen und Medebach und natürlich eine deutliche Verbesserung des Arbeitsumfeldes…. Daraus ist bis heute nichts geworden, leider!

    Das Einzige was mir dieser Wechsel gebracht hat?

Ort des Nachdenkens….

    Derzeit und auf absehbare Zeit ist es mir unmöglich mich ins Sauerland zurückzuziehen um den Sorgen beruflich wie privat (wobei erstere ganz eindeutig überwiegen) zu entfliehen. Kunststück, sind doch meine Probleme jetzt mit der Region verbunden, die mein Refugium (Fluchtort) war.

Ort der Sehnsucht….

    Selbst das ist, „mein“, Sauerland inzwischen nicht mehr!
    Zusehr hat mich die Arbeitsstelle in Medebach in den letzten Monaten enttäuscht!

Ich habe mich selber um etwas betrogen, es mir freiwillig selbst genommen, freiwillig, weil ich in die Zukunft vertraut hatte….

Ich habe mir den Ort genommen, der mir immer Zeit und Raum gab, um mir über Alles Gedanken machen zu können….

Ich habe mich selbst entwurzelt, denn obwohl in Korbach geboren, meine Wurzeln waren das Sauerland!

Ich habe derzeit keine Ahnung, was werden wird, nur eines weiß ich ganz genau! Das Sauerland hat damit wohl nichts mehr zu tun!

Im Frühtau zu Berge, der Tom rast los

StarDate: 11410.14

Ich wache auf, genauer gesagt, ich schrecke hoch, und nur ein Gedanke schoß mir durch den Kopf: „Verschlafen!“

Schnell Kaffee gebrüht, Katzenwäsche, Rundgang um den Lkw, Gang rein und Gas…..

Das war der alltägliche Ablauf, dieses mal nur in sehr kurzer Abfolge.

Nachdem ich unterwegs war, und ich mich schon gefragt hatte, warum ich meinen Wecker überhört habe, erklang dieser auf einmal.

😯

Viel zu früh los gefahren, das war der nächste Gedankengang. ….. Gleich danach fing das große Rechnen an
„Habe ich wenigstens die gesetzliche Pause drin?!“

Zum Glück war dem auch so.

Die Schichtzeit für den Tag hatte ich mir natürlich zerschossen, aber wenigstens war ich Mega-Überpünktlich beim Kunden.

Irgendwie muss man das ja positiv sehen.

😛

Es wird keinen Scotty-D geben

Die Lkws, die ich gefahren habe bzw fahre, bezeichne ich ja als Scotty, natürlich in Anlehnung an den Chefingenieur der Enterprise.

Scotty-C, ein weißer MAN TGX 18.440 mit dem schönen Kennzeichen **-KV 6000, wird auf absehbare Zeit der letzte Lkw gewesen sein, der den Namen Scotty bekommen hat.

Alle Scotty waren Euro-Standard-Zugmaschinen, mein in Medebach fest zugewiesener Lkw wird aber mit 99%ger Wahrscheinlichkeit ein Low-Liner sein, aus diesem Grund und auch um den Andenken an Scotty-B und Scotty-C gerecht zu werden, habe ich mich zu diesem Schritt entschlossen.

V’Ger wird der Name des neuen Lkw werden, und gemäß der SternenFlottenTradition, als erster Lkw, ohne Präfix.