Jeden Tag nehme ich ein wenig Abschied von meiner Ari.
Der Krebs wächst sehr schnell, entlang der Milchdrüse hat sich bereits eine Geschwulst gebildet, die fast 25 cm lang ist.
Weitere Knoten, oder wie auch immer man das bezeichnen will, fangen an sich am ganzen Körper zu bilden. Sie mag nicht mehr wirklich fressen, hat auch Probleme mit dem Stuhlgang. Nur eines will sie noch immer, laufen laufen und noch einmal laufen.
Es wird ihr letztes Weihnachten sein, das steht leider fest. Auch wenn sie jetzt noch recht schmerzfrei ist, momentan setzt ihr die Arthrose zu, sie leidet, ich sehe es ihr an.
Eigentlich wollte ich zwischen den Jahren arbeiten, das aber werde ich nicht tun! Ich will und werde die Zeit mit ihr verbringen. Vielleicht noch einmal einen schönen langen Spaziergang im Solling machen, oder einfach nur mit ihr auf der Couch liegen, so wie früher.
Wir hatten schon etliche Tiere, Rolf, Raiko, Berny, Maumsi und natürlich auch Bobby, den Bruder von Babsy, und bislang war es immer ein kurzer Abschied gewesen. Ein so langer Abschied, ist völlig neu für mich, mir setzt das mehr zu, als ich es wohl mir selber zugeben will, ist vermutlich auch ein Grund warum ich so viel arbeite um nicht an die Erkrankung zu denken, Abschied auf Raten, selbst mein Vater spricht schon davon, dass wir sie einschläfern lassen sollten.
Ich weiß, dass der Schritt unausweichlich sein wird und er kommt auch immer näher und vor allem immer schneller näher. Ich weiß auch, dass sie mir unendlich fehlen wird, denn, obwohl sie sich gerade in meinem Bett fläzt, Ari fehlt mir jetzt schon!