Zeit der Ruhe

Wahrend der Arbeit zur Ruhe kommen, geht das überhaupt?

Nein nicht wirklich, aber wenigstens, kann man die Probleme der Freizeit ausblenden, oder das zumindest versuchen.

Ich werde das insofern versuchen, dass ich nächste Woche einfach mal mein Handy nicht einschalten werde. Die ganze Woche über, werde ich dann ausschließlich über mein Firmen-Handy erreichbar sein.

Das schöne an diesem Dingen ist, die Nummer kennt nur die Firma.

Eine Baustelle weniger!

Seit heute habe ich, ohne, dass ich was dazu getan habe, eine Baustelle weniger!

Eine derzeit noch fehlende Steuererklärung, die ich Aufgrund mir auferlegten Hürden noch nicht habe erstellen lassen können, wird nun von Amtswegen als Steuerschätzung vollzogen.

Auch wenn mich das vermutlich eine Menge Geld kosten wird, Schätzungen sind ja nie zum Vorteil des Steuerpflichtigen, so meine Sachbearbeiterin, aber ich habe diesen Klotz vom Bein.

Vermutlich hat Sie auch sehr sparsam geschaut, dass es mir egal ist, ob ich was zahlen muß, solange ich dieses Thema abhaken kann.

Schuhe kaufen

Ich bin von meiner Frau genötigt worden, ihr ein paar Schuhe zu kaufen, die sie am gestrigen Sonntag im Werbeflyer entdeckt hat. Sie meinte, ich solle dorthin fahren, weil die sicher schon ausverkauft seien, wenn sie erst gegen frühen Nachmittag da hin käme.

Werbezettel

Eigentlich halte ich sowas, also so früh am Laden zu stehen ja für übertrieben, schließlich sind wir nicht im Xxxxx – ach lassen wir das, jedenfalls wurde ich erst am vergangenen Montag enttäuscht weil die angebotene Ware eines anderen Ladens ‚leider schon am Samstag ausverkauft‘ war. Bei einem Flyer, der ab Samstag eine Woche Gültigkeit hat – gleiches Thema, anderer Sachverhalt.
Ich bin also hin und fand um 8:15 Uhr keine Kunden aber immerhin diese 4 – in Worten VIER Paar Schuhe aus der Werbung vor. Vor mir dürfte noch niemand dort gewesen sein, die Kassen waren frisch eröffnet und ich hab bei keinem Kunden Schuhe im Einkaufskorb gesehen.

Auslage im Laden

nett, oder?

Und dann heißt es immer, es gäbe keine Lockangebote. Ach ja, ich hab nachgefragt, es gab in der Tat nicht mehr…

Gekürzte WochenendRuhe

Ich bin mal ehrlich, was die normalen Vorschriften bezüglich der Lenk- und Ruhezeiten betrifft, da macht mir keiner was vor.

Wenn es aber um solche Fälle wie Pausen-Splitting und Verkürzung der WochenendRuhe geht, da bin ich ein wenig auf das Nachlesen in den Vorschriften angewiesen.

Der Grund ist ganz einfach, hat mich bisher selten bis gar nicht interessiert.

Aus dem Grund dachte ich auch noch, als ich von der Daniela Ihren Beitrag zu dem Thema in meiner FaceBook Timeline entdeckte, den Artikel brauchst Du nicht zu lesen, betrifft Dich ja eh nicht.

Leider wurde ich bereits einen Tag später, eines besseren belehrt. Denn ich muß dieses WochenEnde die Ruhezeit kürzen.

Daher sage ich mal Danke Daniela, dass Du den Beitrag geschrieben hast, hat mir am ohnehin viel zu kurzen WochenEnde die Zeit gespart mich schlau zu lesen!

Von Lernresistenz über Ignoranz

Man stelle sich mal folgende Situation vor:

Person A bekommt einen Warnschuß vor den Bug, der im Grunde aber eher schon ein Streifschuß war.

Jetzt würde ich als logisch denkender Mensch, ja davon ausgehen, dass Person A daraus eine Lehre zieht und ein Umdenken stattfindet.

Logik, ich weiß, ich unterstelle meinen Mitmenschen immer zuviel Intelligenz. Mein Fehler!

Denn Person A macht weiter wie bisher und legt sogar noch etwas drauf, er treibt das Spiel von Woche zu Woche wilder und immer ein Stückchen tiefer.

Der Streifschuß wird einfach ignoriert….

Sei es drum!

Ab Montag wird Person A spüren, was es heißt mich bei sich zu wissen!

Das nenne ich echte Kollegialität!

Gerade eben eine WhattsApp Nachricht von meinem Arbeitskollegen bekommen, in der er mir mitteilt, dass er für mich morgen beim Kunden die Rückladung vorladen wird, und daß obwohl er in einer ähnlichen Situation ist, wie ich.

Ich komme morgen, nachdem ich einen Fehler von weiß der Geier wem (Okay, ich kenn den Namen), ausbügeln darf, rein rechnerisch, selbst wenn alles klappen sollte, nicht mehr nach Hause, weil mir dazu einfach die Lenkzeit fehlt.

Lenkzeit, die ich heute verschenken mußte, dank der interessanten Reihenfolge der Ladestellen, was eine Vorgabe der Ersatz-Disposition war (denn meinen Disponent hat die Grippe derzeit im Griff) und auch der ablaufenden Schichtzeit.

In den letzten Tagen habe ich stets Kontakt zu meinem Kollegen gehalten, der wie ich auf den ‚Osten‘ gesetzt ist. Der Kollege hat letztes Wochenende gekürzt und muß demnach die Kürzung der WochenEndRuheZeit (WERZ) dieses Wochenende ausgleichen.

Jetzt fährt er diese Woche unseren Begegnungsverkehr, was ihn zeitlich schon etwas arg, nicht zuletzt dank der Pünktlichkeit des Begegnungsfahrers, einschränkt. Nein, denn seine Disposition sieht vor, dass er am Montag um 7 Uhr wieder beim Kunden ist, also kann der Ausgleich nur vor der regulären WERZ erfolgen.

Das natürlich hat zur Folge, dass es bei ihm morgen um jede Minute geht, da sonst die Planung für Montag schon am Freitag zusammenbricht.

Nicht nur deswegen habe ich ihm auch geschrieben, dass er das auf gar keinen Fall machen soll!

Um Rückladung aufnehmen zu können sollte man bis 12 Uhr beim Kunden sein, meine erste Entladestelle macht um 13 Uhr die Schotten dicht, wann die zweite dieses macht, weiß ich noch nicht einmal.

Ich stehe jetzt in Warburg und habe noch knappe 300 km bis zur ersten und weitere 85 km bis zur zweiten Entladestelle vor mir, dazwischen jede Menge Berge, die Kasseler nämlich, und mit 38 Tonnen Gesamtgewicht kommt man da nicht ganz so schnell hoch.
Von der zweiten Ladestelle bis zum Kunden für die Rückladung sind es dann auch nur mal eben 120 km.
Ab Kunde bis zu mir nach Hause brauche ich dann exakt 4,30 Stunden.

Und egal wie ich rechne, es fehlt an Lenkzeit.

Daher ist es für mich völlig egal, ob jemand für mich vorlädt oder nicht.

Rigo, die Geste weiß ich zu schätzen und Du hast was gut bei mir, aber:

Denk an Deine WERZ, denn ich bin schon einen Schritt weiter, ich habe mich damit abgefunden, dass ich dieses Wochenende kürzen muß, um meinen Termin am Montag halten zu können.

Ich bin Skorpion!

Skorpione sagen nicht was sie fühlen, sie zeigen es!

Skorpione haben ihre Gefühle im Griff, zeigen werden sie diese nach außen selten bis gar nicht!

Skorpione haben ihren Stolz!

Skorpione muß man genau so nehmen wie sie sind!

Wild, stürmisch, herrschsüchtig aber auch treu und ergeben!

Genauso können Skorpione aber auch rachsüchtig und hinterhältig sein, dabei gehen wir auch über Leichen, wenn es sein muß!

Wenn wir eine Freundschaft eingehen, dann mit allem was wir zu bieten haben, mit sämtlichen Vor- wie auch Nachteilen!

Uns Skorpione muß man als das nehmen was wir sind: ruhende Vulkane

Bei Skorpionen bekommt man keine zweite Chance!

Logistische Logik

Gestern Abend bekam ich die WochenEndplanung für mich mitgeteilt….

Laden heute ab 15 Uhr bei Hamm und 7 Uhr Zustellung um 7 Uhr in Hermsdorf (nahe Kreuz)…

Diesem Plan standen schon mal die gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten ein wenig entgegen, weshalb ich auch anmerkte, dass das eine sehr enge Kiste werden wird.

Aus der Realität heraus wußte ich, dass es ein Dingen der Unmöglichkeit ist, nach (und jetzt greife ich mal hoch!) 18 Uhr noch einen akzeptablen Parkplatz zu finden.

Gut, ich sollte eine ‚lange Pause‘ machen, gegen 12.30 in Attendorn starten und dann um 15 Uhr in der Beladung sein um anschließend bis Hermsdorf zu fahren und beim Ziel meine Tagespause machen.

Immer noch eine Enge Kiste, aber Okay, das können wir versuchen!

Heute Morgen um 9.24 Uhr bekam ich die Anweisung, ‚mal eben schnell‘ von Olpe nach Finnentrop 20 Gitterboxen zu bringen.

Diese Aktion hat mich gute 4 Stunden Schichtzeit gekostet! Denn mal ganz ehrlich, wer ist so bescheuert und schickt einen Sattelzug zu einer Firma, wo schon ein 7,5 Tonner seine Probleme hat, diese anzufahren????

Entladen wurde ich dann an der Hauptstraße, wo ich erstmals gemerkt habe, wieviele unterschiedliche PKW-Hupen es gibt….

Als ich mich dann dort in Bewegung gesetzt hatte, bekam ich die Order nach Attendorn zu fahren um Leergut für Arnsberg zu laden….

Spätestens hier, hätte dem klugen Rechner klar sein müssen, dass etwas nicht hinhaut!

Aufgefallen ist es nur den Kollegen, aber egal.

Leergut geladen, das whnsinnig wichtige und eilige Leergut in Arnsberg angeliefert, wo natürlich keiner wußte, dass das brandeilig war….., aber egal ich war ja da um denen, die das angefordert hatten, zu verdeutlichen!

Weiterfahrt nach dem Ladeziel, als ich dort gegen 16.30 Uhr auf den Hof gerollt war, wurde ich begrüßt mit den sagenhaften Worten:

Willst Du abholen, oder wie Dein Kollege bringen?!?

Moment mal! Mein Kollege?
Kurze Nachfrage erbracht das Ergebnis, dass 2,5 Stunden vor mir, einer meiner Kollegen dort war um anzuliefern um anschließend, obwohl die Ware längstens fertig war, denn das war sie seit 10 Uhr!!!, leer vom Hof zu rollen!

Spätestens hier hatte ich einen Hals bis zur Antarktis!

Spätestens hier wußte ich, dass ich Beverunge fahren werde um zu duschen und was zu essen, denn wenn ich schon wieder einmal am Samstag nach Hause kommen sollte, dann wenigstens geduscht und gesättigt!

Spätestens hier, hat meine Disposition ein Problem!

Warum?

Ganz einfach, ich kenne die aktuellen gesetzlichen Vorgaben, Anordnungen und Gesetze!