2. Ausbildung? – Offenlegung eines 'Geheimnisses'

Vor genau einer Woche, als Bernd bei mir als Gast einzog, habe ich mit ihm genau dieses Thema besprochen.

Beginn einer zweiten Ausbildung.

Ein Thema was mich bis zum Tod meiner Mutter immer wieder einmal beschäftigt hat. Sie wollte, dass ich aus meinem Hobby (backen) einen Beruf mache.
Ich habe es immer wieder aufs neue abgelehnt, auch nur daran zu denken. Dennoch hatten wir das Thema immer wieder einmal.

So auch am 1. April 2005, es war Abend, als das Thema wieder einmal aufkam.
Wie immer lehnte ich eine Diskussion darüber ab.
Hobby ist Hobby und Beruf ist Beruf – das war eben mein Standpunkt.

Richtigen Streit hatte ich ja nie mit meiner Mutter, auch diesen Abend nicht, aber wir gingen mit dem Disput auseinander und ich sagte noch nicht einmal „Gute Nacht“ zu ihr, was ich sonst immer getan habe.

Da ich zu dem Zeitpunkt zu Sven keinen Kontakt hatte, ging ich ins ICQ und redete die halbe Nacht mit einem sehr guten Bekannten über das Thema „2. Ausbildung“.

Während des Gespräches oder vielmehr in der Nacht kam ich zu der Erkenntnis, dass meine Mutter vielleicht doch nicht so unrecht mit dem 2. Berufsweg hatte und ich beschloß, ihn auch einzuschlagen.

Diese Entscheidung konnte ich ihr dann leider nie mitteilen. Der Unfall am 2. April nahm mir diese Möglichkeit.

Bis heute bereue ich es und habe auch Schuldgefühle deswegen, dass das letzte Mal als ich meine Mutter sah, mit ihr diesen Disput hatte.

Einen endgültigen Schlussstrich ziehen werde ich nie können, auch wenn Bernd da vielleicht recht haben mag.

Genau ein Jahr nach dem letzten Streit mit meiner Mutter habe ich mich um eine Stelle (zur Umschulung) als Bäcker und Konditor beworben.

5 Kommentare

  1. Ich habe ja auch nicht behauptet, dass es kein schöner Beruf ist. Nur sollte man Hobby und Beruf nicht vermischen, ist eben mein Standpunkt.

    Dass man seinen Traumberuf aufgeben muß, wegen einer Allergie bspw. ist natürlich ein Schlag, kann ich verstehen.

    Kenne auch jemanden dem das auch so ergangen ist. Naja ok, bei der Bäckerei wo er gelernt hat, …. aber das ist eine ganz andere Geschichte :smile1_tb:

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