Im Sommer des Jahres 2006, meine Apfelbäume hingen dermaßen voll, dass ich wirklich nicht wusste, wo ich mit der ganzen Ernte hin soll.
Einen Großteil hatte ich damals an die Hofgeismarer Tafel gegeben, einen anderen Teil unter Nachbarn, Freunden und Bekannten großzügig verteilt und dennoch war soviel Obst übrig, dass ich meinen Vorratskeller so richtig auffüllen konnte und mein Kompost bekam dann auch noch genügend zum Verarbeiten.
Apfelmus, -kompott, -Gelee und reiner eingekochter Apfelsaft lagern seitdem im Keller.
Sven, den ich auch mit Äpfeln bedacht hatte, meinte damals, ich soll doch meine zwei Apfelbäume umhauen.
Damals sagte ich, noch zu ihm im Scherz:
„Wer weiß, was in einigen Jahren ist, vielleicht liege ich dann im Sommer mit einer Waffe unter den Bäumen und verteidige sie.“
Wenn ich mir heute so die Wirtschaftsmeldungen durchlese, den ganzen ‚Rettungskrampf‘ für den Euro betrachte, die bankrotten Staatsfinanzen, die Kanzlerin höre wie sie sagt, dass jetzt massiv gespart werden muß….
Tja, wer kann dann jetzt schon sagen, wie es in Deutschland in 30 Jahren aussieht?
Und wie Martin Luther einst sagte:
Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt zugrunde geht, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen.