Das nenne ich echte Kollegialität!

Gerade eben eine WhattsApp Nachricht von meinem Arbeitskollegen bekommen, in der er mir mitteilt, dass er für mich morgen beim Kunden die Rückladung vorladen wird, und daß obwohl er in einer ähnlichen Situation ist, wie ich.

Ich komme morgen, nachdem ich einen Fehler von weiß der Geier wem (Okay, ich kenn den Namen), ausbügeln darf, rein rechnerisch, selbst wenn alles klappen sollte, nicht mehr nach Hause, weil mir dazu einfach die Lenkzeit fehlt.

Lenkzeit, die ich heute verschenken mußte, dank der interessanten Reihenfolge der Ladestellen, was eine Vorgabe der Ersatz-Disposition war (denn meinen Disponent hat die Grippe derzeit im Griff) und auch der ablaufenden Schichtzeit.

In den letzten Tagen habe ich stets Kontakt zu meinem Kollegen gehalten, der wie ich auf den ‚Osten‘ gesetzt ist. Der Kollege hat letztes Wochenende gekürzt und muß demnach die Kürzung der WochenEndRuheZeit (WERZ) dieses Wochenende ausgleichen.

Jetzt fährt er diese Woche unseren Begegnungsverkehr, was ihn zeitlich schon etwas arg, nicht zuletzt dank der Pünktlichkeit des Begegnungsfahrers, einschränkt. Nein, denn seine Disposition sieht vor, dass er am Montag um 7 Uhr wieder beim Kunden ist, also kann der Ausgleich nur vor der regulären WERZ erfolgen.

Das natürlich hat zur Folge, dass es bei ihm morgen um jede Minute geht, da sonst die Planung für Montag schon am Freitag zusammenbricht.

Nicht nur deswegen habe ich ihm auch geschrieben, dass er das auf gar keinen Fall machen soll!

Um Rückladung aufnehmen zu können sollte man bis 12 Uhr beim Kunden sein, meine erste Entladestelle macht um 13 Uhr die Schotten dicht, wann die zweite dieses macht, weiß ich noch nicht einmal.

Ich stehe jetzt in Warburg und habe noch knappe 300 km bis zur ersten und weitere 85 km bis zur zweiten Entladestelle vor mir, dazwischen jede Menge Berge, die Kasseler nämlich, und mit 38 Tonnen Gesamtgewicht kommt man da nicht ganz so schnell hoch.
Von der zweiten Ladestelle bis zum Kunden für die Rückladung sind es dann auch nur mal eben 120 km.
Ab Kunde bis zu mir nach Hause brauche ich dann exakt 4,30 Stunden.

Und egal wie ich rechne, es fehlt an Lenkzeit.

Daher ist es für mich völlig egal, ob jemand für mich vorlädt oder nicht.

Rigo, die Geste weiß ich zu schätzen und Du hast was gut bei mir, aber:

Denk an Deine WERZ, denn ich bin schon einen Schritt weiter, ich habe mich damit abgefunden, dass ich dieses Wochenende kürzen muß, um meinen Termin am Montag halten zu können.

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