Was die können, können wir schon lange!

Es war 2000, das Jahr des Millennium, als ich das vorletzte Mal zur Hallenberger Osternacht gefahren war…

In frühester Kindheit, da kann ich mich noch dran erinnern, hatte ich Angst vor dem Spektakel 😉 , spätestens aber, als ich ins Flegelalter kam, hatte sich dieses geändert… :mrgreen:

Krach, Lärm und Radau waren von da an ja in 😎

Wenn man aber seine Jugend in Hofgeismar verbringt, hat man nicht allzuviele Möglichkeiten zur besagten Osternacht zu kommen…

Wobei mir noch ein Besuch von 1991 in Erinnerung ist, an dem Tag, mehr durch Zufall als denn geplant, habe ich meine Tante Elly das letzte Mal gesehen, als wir (meine Brüder, meine älteste Nichte und ich) spät Abends unangemeldet gegen 21 Uhr bei ihr klingelten, weil wir die Zeit bis zum Beginn überbrücken wollten…

Der nächste Besuch war erst im Jahr 1999 geplant, aber Snake nötigte mich, auf halber Strecke, umzudrehen… 🙁

2000, startete ich den nächsten Anlauf! Dieses mal mit Sven, der mit dem Begriff und der Beschreibung auch nicht wirklich was anfangen konnte. :mrgreen:

Erstaunt schaute er mich an, als auf einmal die Straßenbeleuchtung ausgeschaltet wurde und das Spektakel seinen Lauf nahm. 🙂

Anschließend machten wir uns wieder auf den Weg ins Outback, und als wir so warteten, dass der Verkehrsstrom eine Einfädelung auf die Hauptstraße ermöglichte, sagte ich den betreffenden Satz und schaltete das Radio an, sowohl der CD-Player, die Endstufe als auch die Boxen gaben alles!

Es erklang:

Und obwohl es Ostern war, war es sehr warm, alle Fensterscheiben waren unten…. Und die älteren Damen die neben dem Wagen standen und nur Sven sahen, der sich wohl am liebsten im Fußraum verkrochen hätte, erschrocken drein blickten, erhöhte ich noch die Lautstärke :mrgreen:

Wird Zeit, dass ich da mal wieder in die Heimat komme!

3 Kommentare

  1. Hallooooo???

    Wir standen an einer roten Ampel, wir waren – wenn ich mich nicht grad gewaltig irre – die ERSTEN an der Ampel, mitten im Ort und INMITTEN hunderter Einheimischer die mich fassungslos anstarrten… im Fussraum verkrochen? Ich wär am liebsten von unten an der Bodengruppe gehangen!!! 🙂

    Aber geil wars und ne klasse Erinnerung :mrgreen:

  2. Hattest du ja schonmal gepostet => spacefalcon.net => da-kommen-erinnerungen-hoch aber inzwischen in Deutschland, bla bla bla. Und meine Reaktion (7. April 2009) musste ich ja doch in der Datenbank nochmal raussuchen 😀

    Krachnacht

    Es war im Frühling…

    Genauer gesagt bin ich 2001 oder 2002, ich weis es nicht mehr so genau, mit meiner Freundin und Tom in seinem Audi nach Hallenberg gefahren. @Tom korrigier mich, wenn ich was falsches schreib. Auf jeden Fall wollten wir uns das dortige Spektakel in der Osternacht ansehen und dazu stelle man sich folgendes vor:

    Eine Kleinstadt ist nachts um 23:oo Uhr gefühlt gänzlich auf den Beinen. Man geht zu einem Kirchplatz, stellt sich irgendwo in die dunkle Kälte und wartet. Viele sind in der Kirche, einige warten draussen. Es ist wirklich bitterkalt. Und plötzlich schlägt die Kirchturmuhr 12 – ein Lied von einem Chor gesungen geht über in ohrenbetäubenden Lärm – die Krachnacht. Der Ort liegt im Dunkel, alle Lichter, Strassenbeleuchtung wie Haus- und Zimmerlichter sind aus. Nur der Umzug, angeführt von drei grossen, rot leuchtenden Kreuzen spendet mit Papierlaternen und Fackelträgern etwas Licht. Gespenstischer Lärm, mysteriöse Geräusche von Rasseln und Sägen, Sirenen und Trommeln – LAUT, einfach nur laut. So zieht der Umzug durch die Strassen.

    Nach einer guten Stunde verstummt allmählich der Lärm und die ersten Lichter gehen wieder an. Einzig die Ampel am Ortsausgang hat die ganze Zeit über ihren Dienst getan. Das Spektakel ist inzwischen vorbei und auch wenn es während des Umzuges Niemanden interessiert hat, welche Farbe die Ampel gerade anzeigte, standen wir – inzwischen völlig durchgekühlt – mit Toms Auto vor eben dieser Ampel; sie zeigte rot. Und JA, noch immer waren nahezu ALLE Hallenberger auf den Beinen, ebenso wie die zahlreichen Gäste der umliegenden Orte (wir sind ja nu auch über 100km gefahren). Zudem gesellte sich das Gefühl, das alle sich just an dieser einen roten Ampel versammelt haben um die Strasse zu queren. Wir warteten auf grün, eine ältere Frau sah mich direkt an, wir warteten.

    Ja, und dann war er da, der Moment! Tom hatte die Scheiben unten, sein Radio auf nahezu voller Lautstärke und es startete mit entsprechenden Bassschlägen seiner Heckablage E Nomine von E Nomine. Wers nicht kennt – hier ist es zu finden.

    Ich wär am liebsten im Fussraum verschwunden… Die Blicke derer, die als Fussgänger warteten verurteilten durch schlichtes Entsetzen. Krachnacht eben… Aber von Autodiscokrach hat ja nie einer was gesagt.

    Ich kann dieses Spektakel, was es so wohl nur in Hallenberg gibt nur empfehlen. Das ist eine Reise wert. Aber lasst den Teil mit der Autodisco weg 😉

    Links:
    stadt-hallenberg.de
    hallenberg-info.de Ostern
    maps.google.de Hallenberg

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