Druckqualität

Tintenstrahldrucker sind ja nicht so mein Ding. Als die Computerei bei mir im zarten Alter von ich weiss nicht mehr los ging, hatte ich zuerst einen Scanner und lange Zeit gar keinen Drucker.

Mein erster eigener Drucker war dann ein HP DeskJet 610c, der aber dermaßen bescheiden (und schnell wie ne Schnecke im Rückwärtsgang) gedruckt hat, dass ich ihn mit und Dank Tom schnellstens loswerden musste um ihn durch einen 695c zu ersetzen – die damit gemachten Ausdrucke waren meist auch das verschwendete Papier nicht wert. Dazu kam, dass ich eh recht wenig gedruckt habe. Irgendwann hab ich dann mal einen HP LaserJet 4M abgegriffen (wie, ist hier nachzulesen) und brauchte fortan den 695er fast gar nicht mehr. Das führte dazu, dass WENN ich denn dann doch mal etwas in Farbe ausdrucken wollte, das Ding eingetrocknet war. So oxidierte er letztlich einige Monde vor sich hin und wurde zum idealen Staubfänger. Mit dem 4M bin ich nach wie vor zufrieden, den 695er hab ich vor Jahren ab- und nie wieder aufgebaut. Wenn ich denn wirklich mal etwas in Farbe ausdrucken musste, durfte ich das im Büro machen – ich spreche da von Größenordnung 5-10 DIN A4 Seiten per anno.

Nun, Zeiten ändern sich. Es kommt dann und wann mal vor, dass meine Frau etwas farbig Ausgedrucktes benötigte und inzwischen den Kinder vom Kindergarten abverlangt wird, dass sie gewisse Sachen einfach mitbringen. Zuletzt ein Familienurlaubsfoto für den eigenen PortfolioOrdner. Natürlich kann ich zu nem Drogeriemarkt fahren und es dort mal eben ausdrucken lassen, doch ist klar absehbar, dass das Volumen steigen wird – und ehrlich gesagt, wie soll das Kind verkaufen, dass wir keinen Drucker haben, wo alle Welt weiß, dass ich als Informatiker die Familienbrötchen verdiene…

Lange Rede, kurzer Sinn – ein Farbdrucker musste her. Und da ich bei Tinte ein gebranntes Kind bin, wollte ich einen Laserdrucker. Nun laufen bei uns weder Betriebssysteme aus Redmond noch aus Cupertino. Und mein Bruder hat seinen Farblaserdrucker bis heute nur unter dem Redmonder Betriebssystem vollständig zum Laufen bekommen – also hab ich, ob der Erfahrung meines Bruders natürlich erstmal geguckt, was ich denn so nehmen könnte: Ein Samsung CLP-325 ists geworden, war grad im Angebot und für unser aktuelles und für die kommenden fünf Jahre erwartetes Druckaufkommen völlig ausreichend.

Aufgebaut, angeschlossen, installiert, läuft.

läuft? Naja… geht so. Nach Einstellerei war das beste Druckbild folgendes:
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Ist ja nicht so der Knüller und das, obwohl ich ne Menge Feintuning betrieben habe. Das Ganze ist sogar eher enttäuschend. Es kommt zwar etwas Farbiges raus, aber vorzeigbar ist das nicht, genauer gesagt, es wäre mir peinlich, mein Kind mit einem solchen Ausdruck zum Kindergarten zu lassen. Wieder wegen Papa==Informatiker (true)

Nachdem ich alles Mögliche mehrfach probiert hatte, verschiedene Treiber, verschiedene Treibereinstellungen war guter Rat teuer. Ich saß auf der Terrasse und der Ausdruck lag im Sonnenlicht als mir die Struktur des Papiers auffiel und irre Ähnlichkeit mit den Druckfehlern aufwies. Ich benutze eigentlich chlorfrei gebleichtes Recyclingpapier. Weil es im 4M funktioniert und einem ein gutes Gefühl verleiht und einem Glauben macht, auch was für die Umwelt getan zu haben. Tatsächlich aber wird auf dem Papier nicht genug Toner aufgebracht oder fixiert, als das es flächig füllt, die Struktur des Papiers bleibt sichtbar. Also hab ich jetzt extra Papier für Farblaserdrucker eingelegt und siehe da:
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Das Druckbild kann sich durchaus sehen lassen, der Unterschied ist extrem, das kommt auf den eingescannten Bildern leider nicht so deutlich raus wie in Realität. Und was ich daraus gelernt habe ist, dass bei Farblaserdruckern das Papier einen gewaltigen Anteil an der Qualität des Ausdruckes hat. Ein Tintenstrahler hätte die Struktur wohl kaum so deutlich herausgearbeitet. Sicherlich wäre auch da ein Ausdruck auf die Qualität gegangen – wie auch immer.

Jetzt kann ich ruhigen Gewissens die Kinder drucken lassen 😉

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