Ungeschriebenes Gesetz

Scheinbar gibt es in Deutschland, jenseits des gedruckten Paragraphen-Dschungels, auch noch Gesetze die nicht schriftlich irgendwie irgendwo festgehalten sind.

Die obligatorische Bodenwelle von Straße auf Brücke und wieder von Brücke auf Straße, ist so ein Beispiel.

Heute ist es mir nämlich wieder einmal aufgefallen, dass egal welche Brücke ich passiert habe, ich jedesmal die Übergänge zu spüren bekam.

Drängt sich doch die Frage auf, wieso muß das sein?

4 Kommentare

  1. Ach solche Brücken meinst du 😉 Ja, kenne ich auch. AK Wuppertal Nord, A46 FR Schwerte. Da gab es früher nicht nur einen kleinen Buckel, dass war schon eine richtige Stufe. Höhenunterschied ca. 20cm. Da ist so mancher wieder wach geworden nachdem er da drüber gefahren ist.

    Bautechnisch verhalten sich Straßen nun einmal ganz anders als Brücken. Brücken haben in der Regel Fundamente die mehrere Meter tief in die Erde ragen. Der Fahrbahnbelag der Brücke besteht im Grunde genommen nur aus einer Betondecke mit Asphalt drauf. Da bewegt sich so gut wie nichts.
    Eine Straße hat lediglich einen Unterbau, der gerade bei älteren Straßen vielleicht so um die 40 bis 60cm stark ist. Früher hatte man sich auch nicht so viele Gedanken beim Straßenbau gemacht. Da wurde planiert, dann Schotter drauf gekippt und anschließend Asphalt drüber. So ein Straßenaufbau ist zwar schnell und günstig gemacht, sackt mit den Jahren aber auch zusammen.
    Bei Brücken kommt hinzu das man zum Bau des Brückenkopfes tief ausschachten muss. Der aufgefüllte Boden vor dem Brückenkopf sackt dementsprechend noch viel mehr ab. So kommt es ausgerechnet vor Brücken dazu das die Straße mit den Jahren teilweise etliche Zentimeter tief absackt.
    Heutzutage geht das deutlich komplizierter. Da reicht planieren nicht mehr, da wird richtig tief ausgekoffert. Und dann kommt da ein lagenweiser Aufbau drauf der es locker mit einem Brückenfundament aufnehmen kann. Du musst mal bei Autobahnbaustellen drauf achten, häufig sind diese Traktoren und Fasswagen zu sehen. Die arbeiten so etwas wie Zement in den Boden ein damit der Boden betonhart wird. Im Endeffekt soll das den Druck der auf der Straße entsteht besser verteilen und somit Spurrillen und Absackungen verhindern. Ob es wirklich was nützt, wird sich in 20, 30 oder 40 Jahren zeigen.

    • Ob ich so lange warten will, bis die sich nen neuen Krampf einfallen lassen, hmmm, neee, will ich nicht.

      Aber es kann doch nicht wirklich so schwer sein, da ein vernünftiges Mittelmaß zu finden!

      Hier in Beverungen ist vor 10 Jahren eine Umgehung für einen Ortsteil eingeweiht worden, schon damals hat es einen Satz gemacht beim Befahren der diversen Brücken, inzwischen ist das schlimmer als schlimm!

      Und so was kann doch wohl nicht sein, oder?

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