Mit Ampel-System LKW-Parkplätze besser auslasten

Erfurt. Eine Art Ampel-System könnte die Parkplatzprobleme von Lastwagen auf Autobahnen lösen. An der Fachhochschule (FH) Erfurt ist ein Forschungsprojekt gestartet, das die automatisierte Datengewinnung und -übertragung über freie LKW- Stellplätze untersucht. Ziel ist ein Parkleitsystem für den Schwerverkehr. „Wir haben eine massive Überbelegung von Rastanlagen in gewissen Regionen, in anderen gleichzeitig freie Kapazitäten“, sagte Andy Apfelstädt vom Verkehrsinstitut der FH Erfurt. Die Parkplätze müssten einfach besser ausgelastet werden.

Am Dienstag wollten Vertreter des Bundesverkehrsministeriums, der Bundesanstalt für Straßenwesen und sieben Bundesländer über erste Pilotprojekte diskutieren. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat angekündigt, bis 2012 rund 8000 zusätzliche Lastwagen- Stellplätze auf den Autobahnen bauen zu lassen. „Die bisherigen Projekte waren immer nur Tropfen auf den heißen Stein“, sagte Apfelstädt dazu. Jeder Parkplatz koste in der Entstehung rund 3000 Euro. Dieses Geld könne zumindest zum Teil eingespart werden, wenn der bisherige Parkraum besser genutzt würde.

Die Erfurter Forscher wollen herausfinden, wie der Belegungsgrad von Rastanlagen ermittelt werden kann. Mit bisheriger Technik sei dies aussichtslos, sagte Apfelstädt. Selbst in Parkhäusern, wo die Belegungs-Ampeln schon lange eingesetzt würden, gebe es massive Probleme. „Die Systeme müssen einmal am Tag neu gestartet werden, weil sich das System sonst verzählt.“ In den räumlich begrenzten Parkhäusern lasse sich das bewerkstelligen. Problematisch sei aber die Übertragung in die Fläche und auf unbewirtschaftete Rastanlagen.

Das Forschungsprojekt, das bis Sommer 2013 zu einem Ergebnis kommen will, beschäftigt sich auch mit der Übermittlung freier Plätze ins Fahrerhaus der Lastwagen. Möglich sei dies mit Wechselbeschilderung direkt vor den Rastplätzen oder durch die Geräte zur Erfassung der Mautgebühren. „Letzteres muss man aber in Klammern setzen, da Maut-Mehrwertdienste aktuell noch nicht erlaubt sind“, sagte Apfelstädt. Und das Bundesverkehrsministerium sei „sehr daran interessiert, nicht noch mehr Schilder entlang der Autobahn aufzustellen“. (dpa)

Quelle: verkehrsrundschau.de

Also, das Problem ist ja nun schon sehr lange bekannt, ich kann mich dran erinnern, dass man bereits in den 90ern von fehlenden Parkflächen sprach, aber egal!

Viel geschehen ist ja im Grunde eigentlich nicht wirklich, ich persönlich verfolge jetzt bspw. schon seit März, dass an der A44 Dortmund-Kassel zwei Parkplätze komplett gesperrt wurden, da man weitere Parkflächen schaffen will. Diese Baumaßnahme ist immer noch nicht beendet, auch wenn dies eigentlich im November hätte passiert sein sollen, aber auch egal!

Nun also kommt die FH Erfurt auf den Gedanken, daß man bestehende Parkflächen besser nutzen könnte, indem man die Fahrer darauf hinweist, dass da und dort noch Flächen frei sind. Auf den ersten Blick ist das natürlich löblich, aber was nutzt es einem Fahrer, wenn er weiß, dass:

A) seine Lenkzeit in 10 Minuten rum ist?
B) der nächste Parkplatz voll ist?
c) der zweit- oder dritt nächste noch freie Flächen hat?

Eigentlich gar nichts, denn die Lenkzeit muss er überschreiten um erst einmal dahin zu kommen und nichts und niemand kann garantieren, dass dann wenn er den bewussten Parkplatz endlich erreicht, dann auch noch wirklich Flächen frei sind.

So gesehen, sollte man das Geld welches jetzt für diese Untersuchung vergeudet wird, einfach dort investieren wo es „sofort“ eine Verbesserung bringt und weiterhin Parkplätze und Rasthöfe mit weiteren Parkflächen ausstatten.

Ein Kommentar

  1. Genau wie Du es beschrieben hast, schaut es aus. Da gibt es nichts mehr hinzu zufügen.

    Doch eines: Ich kann nicht bereits nach acht Stunden Pause machen, nur weil da gerade ein Platz frei ist. Die zwei noch verbliebenen Stunden, die ich hätte fahren dürfen, fehlen mir am nächsten Tag.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.