Die gemeine Arbeitssuche

Ich gebe zwar gerne zu, dass es nicht einfach ist, eine Arbeitsstelle innerhalb der individuellen Möglichkeiten sprich Fertigkeiten und Fähigkeiten zu finden, denn dazu müsste man ja

  • eventuell mal etwas fahren, um zur Arbeitsstelle zu kommen…
  • eventuell gar umziehen…
  • eventuell sich bewerben…
  • eventuell anfangen zu arbeiten…

Zugegeben, der letzte Punkt ist gewaltig, quasi eine wirkliche Zumutung, aber es ist machbar.

Von all dem was man als Argumente teilweise zu hören bekommt, warum man keine Arbeit findet bzw. finden kann, da kann ich nur sehr müde lächeln (und das auch nur wenn ich wirklich gut drauf bin). Wobei ich mir jetzt wirklich mal die Mühe gemacht habe und nach den diversen Stellen gesucht habe, und siehe da, jedes mal wurde ich fündig, Stellen wo man sich bewerben könnte, wenn man denn dann auch wollte.

Und ja es geht!
Sven, zog nach Hamburg (ja ich weiß….), Neo fährt tgl. nach Paderborn, mein Nachbar fährt tgl. nach Niestetal…, wenn man will, dann geht das! 🙂

Für jemanden wie mich, der sehr weit unten war, der sich trotz Sponsor des Führerscheins C/CE jede Fahrstunde vom Munde abgespart hat, der keine Hilfe vom Staat bekam, sind solche Aussagen, jedes mal ein Schlag in den Magen. Gnadenlose und schamlose Ausnutzung der Gesellschaft. Nicht mehr und nicht weniger ist das in meinen Augen!

Der Weg ist das Ziel!

Wollte ich jemals in meinem Leben Lkw fahren? Nein unter Garantie nicht, wollte ich das zu meinem Beruf machen? Alles bloß das nicht… Und dann, am 4. Oktober 2007, bin ich mit einem sehr mulmigen Gefühl im Magen zur Arbeit erschienen…

Was sich daraus entwickelt hat, ist bekannt, ohne einen Cent vom Staat auch nur anzufragen: Selbstständigkeit.

Inzwischen, zwei Jahre, drei Monate und 8 Tage später, macht es mir immer noch Spaß, soviel Spaß, dass ich letztes Jahr eine Stelle als Kaufmann abgelehnt hatte (auch wenn ich manchmal das wäre wenn durchdenke).

Vorgestern nannte es ein Kollege Überzeugungstäter, eine mehr als treffende Beschreibung.

Übrigens, das Geld für den Führerschein habe ich bis Dezember 2007 zurückgezahlt, nicht weil ich es musste, sondern weil ich es wollte.

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