Die gemeine Gewerkschaft

Ehrlich gesagt, ein Freund von diesen ‚Institutionen‘ war ich noch nie, aber das ist jetzt erst einmal egal!

Gerade lese ich folgende Meldung beim Welt-Online-Ticker:

  • IG-Metall stellt Forderungen an möglichen Opel-Investor

    Eisenach (dpa) – Die IG Metall hat erste Bedingungen an einen möglichen Opel-Investor gestellt. Der Frankfurter Bezirksleiter Armin Schild sagte MDR 1 Radio Thüringen, es dürfe keine Werksschließungen und keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Außerdem fordere die Gewerkschaft, die Mitbestimmung der Opel-Belegschaft auszuweiten. Dies sei als Gegenleistung für die Beiträge der Arbeitnehmer zum Rettungsplan von Opel zu sehen.

    © Die Welt

    erschienen am 08.04.2009 um 20:17 Uhr

Anstatt dass man sich nur freut, dass es anscheinend wirklich einen interessierten Investor, für Opel gibt….

Nein, man stellt erst einmal Forderungen!

Die haben doch den Schuß nicht gehört!

2 Kommentare

  1. Naja, wenn man sich erstmal ’nur‘ freut verliert man mitunter aber auch n bissl viel. Der Zeitpunkt mag taktisch nicht besonders intelligent gewählt sein, aber ich finds dem neuen Investor gegenüber auch fair nicht erst mit Forderungen zu kommen, wenn für ihn schon alles gelaufen ist und der Belegschaft gegenüber sollte man als Gewerkschaft schon die Stange halten.

    Und ob diese Forderungen von dem neuen Investor nicht vielleicht sogar angefordert wurden (nicht, dass sie bestehen sollen, sondern als Nachfrage, welche es gibt) können wir auch schwerlich einschätzen.

    Ich kann nur sagen, dass ich selten negatives über diese Gewerkschaft gehört hab. Und ehrlich gesagt find ich diese Meldung auch nicht sonderlich negativ, und hey – ich hab tagtäglich den Opel unterm Arsch ^^

  2. Kann dem Vorredner nur Beipflichten. Die Gewerkschaften sind die Interessensvertretung der Arbeitnehmer. Und was hat der Arbeitnehmer davon, wenn ein Investor eine – für ihn gute – Situation ausnutzt um billig an einen Konzern zu kommen und dort dann alles tun und lassen kann, was er will, weil Leute wie du sich „nur freuen“.

    Was nutzt den Mitarbeitern ein aufgekaufter Konzern, wenn sie trotz allem ihr Werk bzw. ihren Job verlieren?! Ein Investor kann auch mit genauso vielen Produktionsstätten produzieren. Investoren sind meistens nur auf den schnellen Rubel aus – und das muss verhindert werden.

    Ohne genau diese Investoren gäbe es viele Werksschließungen und Kündigungen gar nicht – dessen sollte man sich auch bewusst sein, wenn man über solche Geschehnisse bloggt.

    Darüber gibts u.a. auch einen von nem anständigen Professor zur Kapitalvernichtung

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