Der Rhythmus meines Lebens

Früher, also in grauer Vorzeit, brauchte ich keine Wecker, ich wachte von alleine zur richtigen Zeit auf.

Irgendwann ist das gekippt und ich hatte bis zu vier Wecker im Einsatz (und doch habe ich manchmal verschlafen….). Letzte Woche habe ich das erst wirklich wieder realisiert, dass ich momentan ohne Wecker zur richtigen Zeit wach werde.

Und als ich gerade eben meine Feeds abrief und bei Steffen „Typisch Skorpion #58 – Rhythmus“ las, dachte ich auch ersteinmal, dass es in dem Beitrag um sowas gehen würde, aber nö, er schlägt eine andere Richtung ein.

Ich bin ein Gewohnheitstier, lebe in festen Zeiten, plane eigentlich alles im voraus (Sven kann da ein Lied von singen…..) und wenn es mal nicht so ist, wie es eigentlich sein sollte werde ich nervös. [So gesehen hätte ich Russe werden müssen, denn ohne Plan geht der nicht mal auf Toilette.]

Man könnte sagen, ich habe meine Indikatoren dafür.

Beispielsweise eine Spedition aus dem Göttinger Raum, früher regelmäßig auch in Hofgeismar, der Wagen stand entweder auf dem Hof oder vor dem Tor, wenn ich zur Arbeit fuhr.
Kam mir der Lkw auf dem Weg nach Hofgeismar entgegen, obwohl ich in meiner Zeit war, nur er zu früh dran war, fühlte ich mich ‚verspätet‘.

9 Uhr verlasse ich das Haus, heute erst um 10,15 Uhr und obwohl ich nicht früher in Hofgeismar hätte sein brauchen, saß ich hier 1,15 Stunden wie auf heißen Kohlen.

In Kassel hat es heute länger gedauert, alles kein Problem, bis ich mich der 16 Uhr Grenze näherte (16 Uhr ist eine meiner persönlichen ‚Deadlines‘), vorher hatte ich alle Zeit der Welt, aber ab da wurde ich hibbelig.

Nach 17 Uhr hatte es sich dann wieder gelegt, da war wieder alles in bester Ordnung. Nicht dass es in der einen Stunde nicht auch gewesen wäre, was ich natürlich auch wusste, aber das Gefühl war eben einfach da.

Es ist schon erstaunlich, wie sehr ich, auch wenn ich nicht sonderlich drauf achte, einen so festen Tagesablauf entwickelt habe (mal wieder), dass man (heute mal außen vor) nach mir die Uhr stellen könnte. Früher war das auch schon so gewesen, im Büro war ich meist der Erste und vielfach hatte ich sogar noch Zeit für eine meiner ‚Lucky-Runden‘, so nannte das Sven einmal….

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