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Du hast ‚Unser‘ gesagt — Reaktivierung eines Rituals

Es war Ende November letzten Jahres, als ich telephonierend über den Firmenhof ging, als mir einer unser Rangierer über den Weg lief und ich kurz mit ihm gesprochen habe.

Als ich weiter gegangen bin, hatte mich Daniela gefragt, wer das war und ich sagte: „Unser Rangierer“

Du hast unser gesagt!

War die erstaunte Antwort, die ich darauf bekam.

Und ich denke mal, zum Einen war das dem Umstand geschuldet, daß ich wirklich unser gesagt habe, was ein Anzeichen dafür war, daß ich mich in dem Unternehmen wirklich wohl fühle, und zum Anderen, daß ich nach relativ kurzer Zeit bereits solche Worte benutzt habe. (Im Vergleich, zum letzten Arbeitgeber, habe ich solche und ähnliche Worte nie benutzt…)

Schon damals, nicht auch zuletzt eben wegen dem Umstand, daß ich mich dazugehörend fühlte, kam in mir der Gedanke auf, mein altes Dortmund Ritual zu reaktivieren.

Lange, genauer gesagt noch 6 Monate sollten vergehen, bevor ich das auch tat.
Denn, meinen damaligen Arbeitgeber habe ich ja nicht ganz freiwillig verlassen, und viel zu sehr hatte ich mich an die ganze Situation gebunden (emotional), darum scheute ich es ein wenig, da ich mich nicht so stark emotional an eine Firma binden wollte. ….

Lange habe ich nach einem passenden Musikstück gesucht, keines wollte wirklich passen.

Anfang diesen Monats aber hatte ich mich auf ein MusikStück geeinigt, seitdem erklingt es jedesmal, wenn ich vor dem Tor stehe und über den Hof fahre, sogar Telephonate unterbreche ich dafür. 😉

Und heute, Samstag, Sternzeit 11606.25 gegen 9.30 Uhr …. Die Vorbereitungen zur 160 Jahrfeier waren bereits angelaufen, mein ChefDisponent stand knapp neben dem Tor und ich davor….

Und dann auf einmal, dank der MusikAnlage von Scotty-D, erklang und natürlich nicht gerade leise:


(allerdings in der englischen Original-Fassung)

Irritiert wurde ich angesehen, ich grinste freundlich zurück, fuhr ein und reihte Scotty-D neben den anderen, bereits ausgerichteten, Fahrzeugen der Flotte ein und läutete somit mein WochenEnde ein, nur einen leicht irritierten Chef-Disponenten habe ich zurück gelassen ….

Gesprächsfetzen #18

Letzte Woche, ich kam gerade von der Ladestelle im Süden in Richtung Norden los, als mich mein Disponent anrief und sich folgendes Gespräch ergab…..

D: Sag mal, der Kunde ist Dein Kunde, kann das sein?

mE: Wie kommst Du denn da jetzt darauf?

D: Na, keine 30 Minuten und Du warst wieder unterwegs, in Uslar geht das auch immer so schnell bei Dir.

mE: Na, da mußt mich erstmal nach Hofgeismar oder Dortmund schicken!

D: Wieso, geht das noch schneller?

mE: Naja in Dortmund ganzen Zug entladen und wieder beladen knapp 20 Minuten.

D: Wie, so schnell?

mE: Ja sicher so schnell, wir brauchen ja genügend Zeit für das anschließende 2 Stunden Gespräch 🙂

D: Zwei Stunden?!

mE: Über 5 Jahre fast täglich dagewesen, da ergibt sich das von allein. Also wann ist Dortmund angesagt?

D: Äh, gar nicht. Jedenfalls nicht für Dich….

und da legte er auch schon lachend auf, bevor ich noch was sagen konnte.

Aber inzwischen bin ich mir ziemlich sicher, daß sowohl mein Dortmund, als auch Hofgeismar, irgendwann als Anlaufstelle erscheinen wird.

Letzte Woche – Super Woche

Die letzte Aarbeitswoche ….

Zu erst wurde ich zum letzten, mir bislang nicht bekannten Werk, meines alten Kunden aus Hofgeismarer Zeiten zum Laden geschickt, was meinen Disponenten anschließend dazu animiert hat, mich diesbezüglich anzurufen, das wird mal seperat als Beitrag ‚Gesprächsfetzen‘ erscheinen. Und der Aufenthalt hat mich endgültig dazu bewogen, ein altes Ritual wieder aufleben zu lassen.

Und kaum, daß ich wieder in der heimischen Region war, wurde ich in meinen Geburtsort zum anliefern geschickt.

Dort, mitten in der Entladung, stellte ich für mich fest, daß rot eben doch das bessere blau ist.

Das absolut liebste Musikstück meiner Mutter

Ungebetener Gast

2016-06-04 18.26.01

2016-06-04 18.27.11

Da komm ich aus dem Garten ins Haus, und da sitzt die Frau Star einfach so in der Küche…

Als ich sie wieder ins Freie lotsen wollte, bekam sie allerdings Panik, fand aber schließlich dennoch den Weg durch das geöffnete Fenster.

🙂

Ich sehe keinen Grund zur Selbstverstümmelung

Kurz nach dem Begräbnis meines Vaters, habe ich etwas erfahren müssen, was mir nicht gefallen hatte.

Nach Wut, Ungläubigkeit und Verarbeitung, fällte ich eine Entscheidung, wie ich das eigentlich in solchen und ähnlichen Fällen immer mache.

pach pah, pach peh

Und nein, ich habe nicht vor, meine getroffene Entscheidung zu überdenken oder zu revidieren, ganz gleich, was andere inzwischen sagen, raten oder meinen.

Nein, es bleibt jetzt beim beschlossenen von mir beschlossenen und umgesetzten Status Quo!

In der Not zeigt sich

wer ein Freund ist.

Für die vielfältige Hilfe und Unterstützung in den letzten Wochen möchte ich mich an dieser Stelle vielmals bei Allen bedanken!

Besonders bei Sven, Jennifer, Daniela, Ivonne, Maik, Tanja, Erich, Frank, Susanne, Sandra, Björn, Maria, Benni, Carsten, Mike, Gee, Niklas, Martin, Gisela und ganz besonders bei Michael!

Der Moment

Vor gut 15 Minuten ist mein Bruder mit meiner Schwägerin nach Flensburg abgefahren.

Und nun zum ersten Mal, bin ich ganz alleine hier im Haus, auf dem Grundstück…

Es herrscht Ruhe, nur die Geräusche der Straße dringen herein…

Kein Telephon was unten klingelt…

Kein Fernseher der läuft…

Es ist still und ruhig…

Vermutlich wird es Monate dauern, bis ich mich mit diesem Umstand abgefunden habe.

Noch vor zwei Wochen, war das Haus irgendwie ein wenig klein, doch jetzt, jetzt ist es riesig.
Riesig, leer, still, einsam

11 Jahre und 18 Tage

Habe ich mich an das Versprechen gehalten, welches ich meiner Mutter einst gegeben hatte.

Und zwar, daß ich mich um meinen Vater kümmern werde, und nicht, wie sie es prophezeit hat, wir uns gegenseitig die Köppe einschlagen werden, sofern sie vor ihm sterben sollte.

Es war nicht wirklich immer leicht. Oft hat es gehakt im Getriebe, es gab die eine oder andere Meinungsverschiedenheit zu überstehen, aber schlußendlich, tat ich das was ich einst versprochen hatte.

Hier und Da, hat es mich Überwindungen gekostet, dann und wann auch schon mal einen Kumpel oder Bekannten, aber nur um einen Freund tut es mir wirklich leid. Leid auch deshalb, weil mein Vater diesen immer mal kennen lernen wollte.

Und er hatte Pläne, für die nahe Zukunft: nach Emden, Saalhausen, Hallenberg und Seebach wollte er fahren, für die mittlere hatte er Pläne wegen einem festen Freisitz im Garten gemacht und für die ferne Zukunft hat er dem neuen Birnbaum angedroht, daß wenn dieser in 3 Jahren keine Früchte trägt, wird er diesen umhauen.

All das wird mein Vater nun nicht mehr können …

Letzte Woche Mittwoch, am 20.04.2016, starb mein Vater an den Folgen seiner Krebserkrankung, so wie er es immer wollte, schnell, schmerzfrei und ohne Familie und dennoch nicht alleine.

Knapp, aber keine Punktlandung

Freitag

Letzten Freitag, war es etwas knapp……