SpaceFalcon
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4 Monate – 1 Tag

Ich war dagegen, als mein Bruder wollte, daß auf der Trauerfeier unseres Vaters ein Lied gespielt wird.

Auch habe ich dem Lied nicht zugehört, daß kam erst später.

Mein Bruder hat aber ein Lied ausgewählt, das wirklich passte!

Heute war ich in Hofgeismar auf dem Friedhof, da kam mir das Lied wieder in den Sinn.

Alles Gute zum 72. Geburtstag


Renate Gerda Luck
geb. Klein

09.08.1944 – 02.04.2005

SWScan00019.jpg
ca. 1952-1954

Renate Luck Konfirmation 1989-02 (2).jpg
1989

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2004

Gesprächsfetzen #20

Letzten Freitag, StarDate: 11608.05 ergab sich zwischen meiner Disponentin (mD) und meiner Einer (mE) folgendes Gespräch ….

mD: Redet Dein Chef auch mal mit Dir?

mE: Ja sicher, äh, nein, aber doch irgendwie ….

kurzes ZischenGespräch

mD: Hauptsache wir verlieren Dich nicht an die Getränke!

mE: Das ist nicht meine Welt! War es nie, wird es nie sein! Würde ich das fahren wollen, hätte ich 2012 das Angebot aus Höxter angenommen. Man hätte mir sogar den Lkw gekuaft, den ich hätte haben wollen, aber nein, ich habe abgelehnt, das ist nicht meine Welt!

mD: Die hätten Dir den Lkw gekauft, den Du hättest haben wollen? Und Du hast abgelehnt?

mE: Natürlich! Arbeit muß Spaß machen, auf Dauer! Und auch wenn ich damals meinen Vater enttäuscht habe, das Getränke fahren ist nicht meine Welt!

mD: Okay ….!

mE: Solltest mich doch inzwischen gut genug kennen 😉 Und jetzt ein schönes WochenEnde gewünscht!

mD: Wünsche ich Dir auch!

Meiner Mutter würde das überhaupt nicht gefallen!

Die Familie gliedert sich in diverse Zweige. …

Zum Einen sind da wir, die „Sauerländer“, unterteilt inzwischen nach Beverungen und Flensburg, zum anderen die Hofgeismarer, die Frankfurter, die Goslarer, die Erbendorfer, die Düsseldorfer, die Kasseler, die Medebacher, die Ruhlaer und die Versprengten!

Sauerland, Hofgeismar, Erbendorf, Frankfurt und Goslar ist die Verwandschaft seitens meiner Mutter.

Düsseldorf, Siegen und Ruhla ist die Verwandschaft seitens meines Vaters.

Meine Mutter hatte immer eine gute Verbindung und Beziehung nach Düsseldorf, nach Siegen nie.

Nein, insgeheim hatte sie diesen Zweig der Verwandschaft immer nur wegen des Frieden Willens toleriert.

Das hat sich auch in der Wahl der Patenschaft der Cousins in Düsseldorf bemerkbar gemacht, meine Eltern waren jeweils bei einem Kind dort Pate, und diese wieder bei meinem Bruder und mir.

Lediglich ein Patenkind hatte mein Vater in Siegen, die älteste Tochter, Cornelia Färber-Reckert-wasweißich, geborene Luck, ist das einziges Patenkind in Siegen, welches mein Zweig der Familie präsentieren könnte.

Mein Vater hatte nach dem Tod meiner Mutter und seines Bruders einen sehr guten Kontakt zu seiner Schwägerin, sie telefonierten spätestens jeden zweiten Tag!

Umsomehr hat es mich verletzt, als nach dem Tod meines Vaters aus Siegen, nichts kam!

Kein Brief, keine Karte, kein Anruf, kein Erscheinen auf der Beerdigung.

Inzwischen sind seit dem Tod meines Vaters drei Monate und 4 Tage vergangen, und in all der Zeit kam aus Siegen nichts, rein gar nichts!

Meine Cousins aus Düsseldorf sagten meinem Bruder und mir auf der Beerdigung, durch die Blume, daß sie ähnlich denken wie wir, also mein Bruder und ich. Jedoch sind wir in der Wortwahl deutlicher und eindeutiger.

Und ich weiß, daß es meiner Mutter nicht gefallen würde, selbst akzeptieren würde sie diese Entscheidung niemals, aber:

Sowohl mein Bruder, die Düsseldorfer und ich haben den Zweig Siegen aus der Familie entfernt, gebannt und werden ihn zukünftig ignorieren!

Als ich das private Zimmer meines Vaters vor kurzem gereinigt hatte, habe ich es genauso belassen, wie es war, lediglich die unerträglichen Bilder meiner Cousine Cornelia habe ich von der Wand genommen und wie es sich gehört, verbrannt!

Und ganz gleich, was mir auch künftig in die Hände fallen mag, was auch nur im Weitesten an Siegen erinnern könnte, es wird vernichtet!

Dann und wann,

wenn die Gedanken zum Kreisen kommen….

Mein Vater und ich, Feuer und Wasser, ich glaube, das beschreibt es am Besten.

Er sagte Rechts, ich Links!

Er wollte es so haben, ich anders.

Im Grunde war ich immer genau gegenteiliger Meinung, als es die seine war.

Viel zu oft hatte er meine Mutter enttäuscht, als daß ich nicht so hätte reagieren können….

Schon aus Protest und Trotz, war ich immer gegenteiliger Meinung / Ansicht.

Damals, 1997, als das Haus erst an der Ost- und dann an der Westfassade renoviert wurde, ich wollte schwarz angestrichene Balken, mein Vater braune. Ich wollte KupferDachrinnen, er welche aus Kunststoff.

Es wurde braun und Kunststoff.

Warum?
Meine Mutter hatte sich, um den Familienfrieden zu wahren, wohlwissend, daß ich niemals etwas gegen ihre Meinung / Wünsche getan hätte, hat sich für braun und Kunststoff ausgesprochen.

Und trotz alledem, seit dem Tod meiner Mutter, SD 10504.02, trotz aller Widersprüche und Gegensätze, habe ich mich an das Versprechen gehalten, welches ich meiner Mutter einst gab.

Zu keinem Zeitpunkt, weder vorher noch nachher, hätte ich jemals gedacht, daß ich meinen Vater so vermissen würde.

Er fehlt!

Ja ich gebe es zu, er fehlt!

Du hast ‚Unser‘ gesagt — Reaktivierung eines Rituals

Es war Ende November letzten Jahres, als ich telephonierend über den Firmenhof ging, als mir einer unser Rangierer über den Weg lief und ich kurz mit ihm gesprochen habe.

Als ich weiter gegangen bin, hatte mich Daniela gefragt, wer das war und ich sagte: „Unser Rangierer“

Du hast unser gesagt!

War die erstaunte Antwort, die ich darauf bekam.

Und ich denke mal, zum Einen war das dem Umstand geschuldet, daß ich wirklich unser gesagt habe, was ein Anzeichen dafür war, daß ich mich in dem Unternehmen wirklich wohl fühle, und zum Anderen, daß ich nach relativ kurzer Zeit bereits solche Worte benutzt habe. (Im Vergleich, zum letzten Arbeitgeber, habe ich solche und ähnliche Worte nie benutzt…)

Schon damals, nicht auch zuletzt eben wegen dem Umstand, daß ich mich dazugehörend fühlte, kam in mir der Gedanke auf, mein altes Dortmund Ritual zu reaktivieren.

Lange, genauer gesagt noch 6 Monate sollten vergehen, bevor ich das auch tat.
Denn, meinen damaligen Arbeitgeber habe ich ja nicht ganz freiwillig verlassen, und viel zu sehr hatte ich mich an die ganze Situation gebunden (emotional), darum scheute ich es ein wenig, da ich mich nicht so stark emotional an eine Firma binden wollte. ….

Lange habe ich nach einem passenden Musikstück gesucht, keines wollte wirklich passen.

Anfang diesen Monats aber hatte ich mich auf ein MusikStück geeinigt, seitdem erklingt es jedesmal, wenn ich vor dem Tor stehe und über den Hof fahre, sogar Telephonate unterbreche ich dafür. 😉

Und heute, Samstag, Sternzeit 11606.25 gegen 9.30 Uhr …. Die Vorbereitungen zur 160 Jahrfeier waren bereits angelaufen, mein ChefDisponent stand knapp neben dem Tor und ich davor….

Und dann auf einmal, dank der MusikAnlage von Scotty-D, erklang und natürlich nicht gerade leise:


(allerdings in der englischen Original-Fassung)

Irritiert wurde ich angesehen, ich grinste freundlich zurück, fuhr ein und reihte Scotty-D neben den anderen, bereits ausgerichteten, Fahrzeugen der Flotte ein und läutete somit mein WochenEnde ein, nur einen leicht irritierten Chef-Disponenten habe ich zurück gelassen ….

Gesprächsfetzen #18

Letzte Woche, ich kam gerade von der Ladestelle im Süden in Richtung Norden los, als mich mein Disponent anrief und sich folgendes Gespräch ergab…..

D: Sag mal, der Kunde ist Dein Kunde, kann das sein?

mE: Wie kommst Du denn da jetzt darauf?

D: Na, keine 30 Minuten und Du warst wieder unterwegs, in Uslar geht das auch immer so schnell bei Dir.

mE: Na, da mußt mich erstmal nach Hofgeismar oder Dortmund schicken!

D: Wieso, geht das noch schneller?

mE: Naja in Dortmund ganzen Zug entladen und wieder beladen knapp 20 Minuten.

D: Wie, so schnell?

mE: Ja sicher so schnell, wir brauchen ja genügend Zeit für das anschließende 2 Stunden Gespräch 🙂

D: Zwei Stunden?!

mE: Über 5 Jahre fast täglich dagewesen, da ergibt sich das von allein. Also wann ist Dortmund angesagt?

D: Äh, gar nicht. Jedenfalls nicht für Dich….

und da legte er auch schon lachend auf, bevor ich noch was sagen konnte.

Aber inzwischen bin ich mir ziemlich sicher, daß sowohl mein Dortmund, als auch Hofgeismar, irgendwann als Anlaufstelle erscheinen wird.

Letzte Woche – Super Woche

Die letzte Aarbeitswoche ….

Zu erst wurde ich zum letzten, mir bislang nicht bekannten Werk, meines alten Kunden aus Hofgeismarer Zeiten zum Laden geschickt, was meinen Disponenten anschließend dazu animiert hat, mich diesbezüglich anzurufen, das wird mal seperat als Beitrag ‚Gesprächsfetzen‘ erscheinen. Und der Aufenthalt hat mich endgültig dazu bewogen, ein altes Ritual wieder aufleben zu lassen.

Und kaum, daß ich wieder in der heimischen Region war, wurde ich in meinen Geburtsort zum anliefern geschickt.

Dort, mitten in der Entladung, stellte ich für mich fest, daß rot eben doch das bessere blau ist.

Das absolut liebste Musikstück meiner Mutter

Ungebetener Gast

2016-06-04 18.26.01

2016-06-04 18.27.11

Da komm ich aus dem Garten ins Haus, und da sitzt die Frau Star einfach so in der Küche…

Als ich sie wieder ins Freie lotsen wollte, bekam sie allerdings Panik, fand aber schließlich dennoch den Weg durch das geöffnete Fenster.

🙂